Intelligent mit KI – So finden Sie tatsächlich das, wonach Sie in unstrukturierten Daten suchen.
von Francesca Brzoskowski
Stellen Sie sich Folgendes vor: Eine Kollegin aus der Operationsabteilung möchte wissen, wie Ihr Unternehmen letztes Jahr eine Verzögerung beim Zoll in Deutschland aufgelöst hat. Sie weiß, dass sich jemand darum gekümmert hat und dass dazu E-Mails im Umlauf waren. Doch sobald sie ‘Zoll Deutschland 2024’ in den gemeinsamen Ordner eingibt, erscheinen 47 E-Mails und 30 PDF-Berichte, von denen die meisten nichts mit ihrer Frage zu tun haben.
Sie bittet drei Kollegen um Hilfe. Einer schickt einen Bericht, ein anderer schaltet jemanden aus der Logistikabteilung ein. Eine Stunde später hat sie elf Browser-Tabs geöffnet, aber immer noch keine klare Antwort.
Dies ist ein Problem in nahezu jeder Organisation. Nicht etwa, weil die Mitarbeiter planlos arbeiten, sondern weil die Ressourcen für eine effektive Suche fehlen.
Die herkömmliche Suche funktioniert nur bedingt.
Viele Organisationen setzen nach wie vor auf traditionelle Suchmethoden. Diese suchen in erster Linie nach exakten Wortkombinationen: in E-Mails, Dateien, Ordnern oder Unterordnern.
Wenn Sie ‘Onboarding-Probleme’ eingeben, erhalten Sie nur Dokumente, die genau diese Wörter enthalten. Ein Tippfehler oder ein fehlendes Wort, und wichtige Ergebnisse gehen verloren.
Intelligenter suchen mit semantischer und Vektorsuche
Neue Suchtechniken funktionieren anders. Ob Sie eine moderne Suchmaschine oder einen mit Ihren Anwendungen verbundenen MCP-Server verwenden – diese Systeme verstehen die Bedeutung hinter den Wörtern.
Text wird in Vektoren umgewandelt, also in Zahlen, die die Bedeutung von Wörtern repräsentieren. Dadurch versteht eine Suchmaschine, dass eine Anfrage zu Onboarding-Problemen sich auch auf Dokumente zur Kundenimplementierung, zu Einrichtungsschwierigkeiten oder zu Verzögerungen bei neuen Konten beziehen kann.
Ein MCP-Server geht noch einen Schritt weiter. Er durchsucht gleichzeitig alle Ihre Daten – E-Mails, Dokumente, PDFs, freigegebene Laufwerke – und bestimmt automatisch, wo und wie gesucht werden soll.

Ein praktisches Beispiel: von Stunden in Sekunden
Ein Fertigungsunternehmen verfügte über fünfzehn Jahre an Wartungsberichten, die alle als PDFs gespeichert waren. Die Techniker wussten, dass bestimmte Maschinen wiederkehrende Probleme hatten, aber um ähnliche Vorfälle zu finden, mussten sie normalerweise Hunderte von Berichten durchlesen.
Nach der Einführung der semantischen Suche mit Elasticsearch konnte ein Techniker einfach fragen: “Was verursacht üblicherweise eine Überhitzung in Hydrauliksystemen?”
Innerhalb von sechs Sekunden erhielt er sechs relevante Vorfälle aus verschiedenen Jahren, Orten und Formaten, die jedoch inhaltlich zusammenhingen. Eine manuelle Suche würde Stunden dauern, falls überhaupt jemand damit beginnen würde.
Wann wählt man welche Vorgehensweise?
Die beste Vorgehensweise variiert je nach Organisation. Dies sind die wichtigsten Überlegungen.
Semantische Suchmaschine (z. B. Elasticsearch)
Wer eine eigene semantische Suchmaschine entwickelt, muss zunächst die Daten aufbereiten: Dokumente aufteilen, einbetten, vektorisieren, Indizes erstellen und mit realen Suchanfragen testen. Das erfordert zwar Arbeit, liefert aber vorhersehbare und leicht überprüfbare Suchergebnisse. Ideal, wenn man kompakte und präzise Antworten wünscht.
MCP-Server
Mit MCP-Servern entfällt diese Vorbereitung. Sie arbeiten direkt mit Ihren bestehenden Systemen: E-Mails, Tools, Dokumenten und freigegebenen Ordnern. Allerdings müssen Sie für eine korrekte Authentifizierung, Berechtigungen und Überwachung sorgen. MCP-Server lassen sich zwar schneller implementieren, sind aber ohne klare Betriebsvereinbarungen schwieriger zu verwalten.
Der Weg nach vorn für Organisationen
Technologie ist nicht länger der limitierende Faktor. Einbettungsmodelle sind zugänglich, und MCP-Server entwickeln sich rasant weiter. Entscheidend ist, wo Ihr Unternehmen steht:
- Wie strukturiert sind Ihre Daten?
- Wie soll die Suchfunktion gestaltet werden?
- Wer wird es benutzen?
- Wie viel Kontrolle benötigen Sie über die Qualität der Ergebnisse?
Wenn sich wichtiges Wissen vorwiegend in strukturierten Repositories, Compliance-Ordnern oder technischer Dokumentation befindet – und Sie die Zeit haben, diese Daten ordnungsgemäß aufzubereiten – dann schaffen Sie eine saubere, zuverlässige Suchlösung, die nur wenig Wartung benötigt.
Aber sind Informationen tatsächlich über verschiedene Tools, Posteingänge und freigegebene Laufwerke verteilt? Und benötigen Sie Antworten, die alles gleichzeitig durchsuchen? Dann hilft Ihnen ein MCP-Server, mit der heutigen Realität umzugehen.
In der Praxis entscheiden sich viele Organisationen für eine Kombination. Beispiele hierfür sind Copiloten, Apples MCP-Integration in Siri und neue Server, die Daten plattformübergreifend zusammenführen. Nicht um perfekte Technologie zu entwickeln, sondern um Informationen so zugänglich zu machen, dass Anwender ihre Arbeit ohne endloses Suchen erledigen können.
Wie PuurData dabei hilft
Bei PuurData unterstützen wir Unternehmen bei der Auswahl der richtigen Lösungen – von semantischer Suche über KI-gestützte Suche bis hin zu MCP-Lösungen. Wir gewährleisten einen transparenten Ansatz und eine robuste Implementierung und verhindern, dass vielversprechende Ideen aufgrund fehlerhafter Systemkonfiguration oder -verwaltung scheitern.
Wenn Ihre Teams immer noch Stunden damit verbringen, nach Antworten zu suchen, die eigentlich nur Sekunden dauern sollten, ist es an der Zeit, dies anders anzugehen.
Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, was für Sie am besten funktioniert. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit einem unserer Experten.
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